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Infoservice Ackerbau Nr. 12 vom 01.09.2019

Datum: 01.09.2019

Mais

Die Maisbestände sind je nach Boden und Wasserversorgung recht unterschiedlich entwickelt.Auf leichten, kiesigen Standorten muss dieses Jahr trockenheitsbedingt erneut mit deutlichen Ertragseinbußen gerechnet werden. Hier findet man kleine, vertrocknete Maispflanzen die häufig keinen Kolben ausgebildet haben. Darüber hinaus wurden auf Schlägen, welche während der großen Hitze in der Blüte waren auch Befruchtungsstörungen beobachtet. Auf besseren Böden ist dagegen eine normale Ernte zu erwarten.

Maiswurzelbohrer

Das amtliche Monitoring mittels Pheromonfallen läuft im Monat September noch weiter. Der Schädling ist flächendeckend zu finden. Die Zahl der gefangenen Käfer bewegt sich auf dem Vorjahresniveau, zum Teil auch darunter. Der Schwerpunkt der Käferfänge liegt im Kreis Breisgau-Hochschwarzwald. Die trockene und warme Witterung lieferte entsprechend günstige Entwicklungsbedingungen. Die Fruchtfolgeregelung wurde mittlerweile in den bereits bekannten Gebieten seitens der Landratsämter bis Ende 2022 verlängert. Hierdurch soll der Schädling eingedämmt, sowie der Befall längerfristig unter der wirtschaftlichen Schadschwelle gehalten werden. Bei der anstehenden Herbstaussaat kann daher auf Schlägen mit 2 x Mais in Folge bereits reagiert und Wintergetreide ausgesät werden.

Maiszünsler

Trotz relativ schwachen Falterfängen in den Pheromon- bzw. Lichtfallen ist auf einigen Maisflächen stärkerer Maiszünslerbefall zu beobachten. Sichtbare Zeichen für Befall sind abgeknickte Fahnen, oder rötliche Maispflanzen oberhalb des Bohrlochs der Zünslerraupe. Befallen sind vor allem die zum Flugzeitpunkt relativ weit entwickelten Bestände.

Pilzkrankheiten

In diesem Jahr sieht man oft einzeln oder nesterweise Maispflanzen mit Säbelwuchs. Bei näherer Betrachtung sind kaum noch Wurzeln vorhanden. Ursache ist Befall mit Rhizoctonia Solani. Dieser Pilz ist ein Schwächeparasit der an vielen Kulturen zu finden ist. Befallsfördernd sind u.a. Staunässe z.B. nach Starkniederschlägen, verdichtete Böden oder hohe Gehalte an unzersetztem, organischen Material im Boden. Sehr häufig ist ebenfalls Befall mit Maisbeulenbrand zu sehen. Befallsfördernd sind Stress bzw. mechanische Verletzungen des Maises. Infektionen werden durch hohe Temperaturen gefördert. Der Pilz gilt als ungiftig (Er wird in Mexiko sogar gebraten bzw. in Suppen oder Aufläufen verarbeitet) 

Vogelfraß

An den Randreihen ist zunehmender Krähenfraß am Kolben zu beobachten

Lästig: Krähenfraß an den Randreihen, LRA Ortenaukreis, 2019

Sojabohnen

Die Sojabohnenernte steht an. Der richtige Erntezeitpunkt ist dann gegeben wenn die Bohnen in der Hülse freiliegen und beim Schütteln der Pflanze klappern. Idealerweise sollte die Feuchte der Körner zwischen 14 und 15 % liegen.

Die Sojaernte beginnt, nicht überall sind die Schoten gut gefüllt, LRA Ortenaukreis, 2019

FAKT Begrünungsmaßnahmen

Die Aussaat der Standart-Herbstbegrünung (FAKT E1.1.) muss bis 15. September erfolgen.
Im Rahmen von Greening und FAKT gibt es mittlerweile diverse Begrünungsvarianten mit jeweils unterschiedlichen Saat- bzw. Mulch- oder Einarbeitungsterminen. Hier kann man recht schnell den Überblick verlieren. Im Zweifelsfall erkundigen Sie sich daher beim zuständigen LWA.

Rücknahme leerer Pflanzenschutzpackungen (Pamira)

Nutzen Sie die Möglichkeit der kostenlosen Entsorgung leerer Pflanzenschutzpackungen. Verpackungen müssen restlos entleert und gespült, Verschlüsse separat abgegeben werden. Alle Termine und Sammelorte sind unter www. pamira.de abrufbar.
Die nächsten Termine wären z. B.:
• 17.09.2019 Agi GmbH, Auf der Alm 17, 77743 Neuried
• 09.10.-11.10.2019 Wurth Pflanzenschutz, Industriestr. 4, 77767 Appenweier

Dokumentation Pflanzenschutzmitteleinsatz

Der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln im Ackerbau ist in den Sommerkulturen abgeschlossen. Denken Sie an die gemäß Pflanzenschutzgesetz bestehende Aufzeichnungspflicht.
Folgende Angaben sind erforderlich:
• Name des Anwenders
• behandelte Flächen
• Datum der Behandlung
• Pflanzenschutzmittel
• Aufwandmenge
• Anwendungsgebiet (freiwillige Angabe)
Verantwortlich für die Aufzeichnungen ist der Betriebsleiter. Die Dokumentation ist 3 Jahre aufzubewahren.

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