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Infodienst Kernobst Nr. 27/ 2019

Datum: 26.07.2019

Witterung:
Heute wird es mit 35 °C nochmals hochsommerlich heiß. Mit den für Samstag/Sonntag gemeldeten Nieder-schlägen sinken dann die Temperaturen um fast 10 °C. Der Montag bleibt aller Voraussicht nach trocken.

Schorf/Lagerschorf:
Mit denvorhergesagten Niederschlägen am Samstag und Sonntag werden Schorf Infektionsbedingungen mit hoher Wahrscheinlichkeit erfüllt. Wir empfehlen deshalb eine Vorlagebehandlung mit einem Captan-haltigen Präparat wie z.B. Malvin WG 0,6 kg* (max. 13x, WZ 21 Tage oder Merpan 80 WDG 0,75 kg* bzw. Merpan 48 SC 1,25 l* (für beide max. 5x, WZ 21 Tage) gegen Lagerschorf und Lagerfäulen bei den Herbst- bzw. frühen Lagersorten. Bei Elstar dürfte die Wartezeit von 21 Tagen noch einzuhalten sein.

Apfelwickler:
In frühen Lagen wurde vor ca. 8-10 Tagen ein stärkerer Falterflug von der 2. Generation festgestellt. Die Be-dingungen für Eiablage war seither günstig, sodass zum Wochenende bzw. Anfang nächster Woche mit dem ersten Larvenschlupf gerechnet werden muss. Die Erfahrungen der letzten Jahre zeigen, dass Ende Juli bis Mitte August die stärkste Einbohrwelle stattfindet. Dies gilt es besonders abzudecken.
Wir empfehlen deshalb eine Behandlung mit Steward 0,085 kg* (B4, in Mischung mit Azolfungiziden B2, max. 4x, WZ 7 Tage, Wirkstoff ist bei LEH Vermarktung zu berücksichtigen) nach den Regentagen in Lagen mit stärkerem Befall durch die 1. Apfelwickler Generation. Eine Anschlussbehandlung sollte nach 8-10 Tagen erfolgen. In Anlagen mit geringerem Befallsdruck empfehlen wir den Einsatz von Granulosevirus Präparaten jetzt in voller Aufwandmenge vorzunehmen. Die Wirkungsdauer variiert je nach UV Einstrahlung und Bewölkung zw. 6-10 Tagen.

Stippebehandlungen:
Die für die kommende Woche vorhergesagten, moderaten Temperaturen erlauben dann wieder den Einsatz von Kalzium Präparaten zur Bekämpfung der Stippe.

Zulassung/Zulassungsverlängerung
Zulassung nach Artikel 53:
Spruzit Neu gegen Birnenknospenstecher in Kernobst im ökologischen Anbau, von 01.08.-28.11.2019, max. 2x mit 5 l/ ha mKH, max. 10 l/ ha. Anwendung im Spätsommer/ Herbst, wenn die Käfer wieder aktiv werden, aber vor der Eiablage in die Knospen. Wartezeit 3 Tage. Es gilt bei Verwendung abdriftmindernder Technik nach NW 607-1 folgender Abstand zu Gewässern: 90% - 30m. Das Mittel ist bienenungefährlich, B4.
Zulassungsverlängerung:
Flint bis zum 31.07.2021

Testung von Injektordüsen:
Das LTZ Augustenberg, Abteilung Pflanzenschutztechnik, sucht einen Obstbaubetrieb, der eine Injektordüse der Herstellerfirma ARAG (Italien) für den Rest der Saison testen kann. Insgesamt sollten ca. 20 ha Fläche in der noch laufenden Saison damit behandelt werden. Die Düse ist eine Kurzbauform ähnlich der IDK (von Lechler) bzw. CVI (von Albuz) mit der Größe ISO 03 (blau). Die Testung mit anschließender Beurteilung und Auswertung ist Voraussetzung, dass eine Düse in das JKI Verzeichnis zu amtlich anerkannten verlustmindernden Pflanzenschutzgeräten und Einrichtungen aufgenommen wird. Mit dieser Düsengröße wird je nach Düsenanzahl am Gerät eine Wassermenge zwischen 500 und 650 l pro ha ausgebracht. Bei Interesse setzen Sie sich bitte mit Herrn Beuschlein (mob.: 0162-2544593) in Verbindung.

Nächster Warndienst erscheint nach Bedarf.

Die Angaben ersetzen nicht die Gebrauchsanleitung, insbesondere sind die Anwendungsbestimmungen zu beachten. Alle Angaben entsprechen dem aktuellen Kenntnisstand der Verfasser. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit sowie eine Haftung für Irrtümer oder Nachteile, die sich aus den Empfehlungen ergeben könnten, wird nicht übernommen.

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