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Infodienst Kernobst Nr. 29 / 2020

Datum: 27.07.2020

*Mittelmengen bei Baumobst je ha und m Kronenhöhe
§ 22,2 (früher § 18b) Die Anwendung des Mittels ist nur zulässig in Betrieben, denen eine Genehmigung nach § 22,2 Pflanzenschutzgesetz erteilt wurde



Witterung:
Bis auf Mittwoch werden für diese Woche Tageshöchsttemperaturen über 30 °C vorhergesagt. Dabei soll es niederschlagsfrei bleiben. Notwendige Pflanzenschutzmaßnahmen sind deshalb bevorzugt am frühen Vormit-tag oder erst am Abend vorzunehmen.

Apfelwickler:
Die Falterfänge in den Pheromonfallen spiegeln zurzeit nicht den realen Befallsdruck wieder. Bei Untersu-chungen in Befallslagen wurden in der letzten Woche verstärkt Einbohrungen festgestellt. Dies dürfte für die nächsten 2 Wochen anhalten. Der Belag mit Larviziden ist deshalb aufrechtzuerhalten.
Wir erinnern an die Vorgabe bei Behandlungen mit Steward nach 10-12 Tagen den Belag zu erneuern bzw. bei Verwendung von Granuloseviruspräparaten nach 7 Tagen. Je nach bekannten Befallsdruck sollte bei den GV-Präparaten jetzt die ½ bis volle Aufwandmenge verwendet werden.

Lagerschorf- und Lagerfäulen Behandlungen:
Teilweise findet man in z.B. Gala Anlagen Schorfbefall an den jüngsten Blättern. Eine Auffrischung des Fun-gizidbelages sollte erfolgen, wenn vor den nächsten Niederschlägen die letzte Behandlung länger als 2 Wo-chen zurückliegt oder seither mehr als 25 mm Regen gefallen sind. Bei frühen Lagersorten ist auf die Warte-zeit von 21 Tagen bei letzten Behandlungen mit Captan-Präparaten wie z.B. Merpan 80 WDG 0,75 kg* bzw. Merpan 48 SC 1,25 l* zu achten. Wo dies nicht mehr möglich ist, kann 10 bis 7 Tage vor Erntebeginn eine Behandlung mit Flint 0,05 kg* erfolgen.

Calciumbehandlungen gegen Stippe:
Stippebehandlung entsprechend der Witterungsbedingungen fortführen.

Vorernte Fruchtfall bei Kernobst:
Wir verweisen auf den Hinweis aus dem vorherigen Warndienst.

Genehmigung nach §22 PflSchG
Für den OGM und den LVEO wurde ein 22er für Fusilade Max in Kernobst erteilt:
Schadorganismus: einjährige einkeimblättrige Unkräuter (ausgenommen Einjährige Rispe)
Anwendungszeitraum: Kernobst: von Austrieb bis BBCH 78; Unkraut: 2. Laubblatt bis 1. Seitenspross sicht-bar; max. 1 Anw.; Mittelaufwand 1 l/ha; Wasseraufwand: 200 bis 400 l/ha; WZ 28 Tage
Wichtig ist, dass keine Äpfel getroffen werden dürfen, da der Rückstandshöchstgehalt auf 0,01 mg/kg her-abgesenkt wurde, bis 2016 lag er bei 0,2 mg/kg.

Der nächste Warndienst erscheint bei Bedarf.



Die Angaben ersetzen nicht die Gebrauchsanleitung, insbesondere sind die Anwendungsbestimmungen zu beachten. Alle Angaben entspre-chen dem aktuellen Kenntnisstand der Verfasser. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit sowie eine Haftung für Irrtümer oder Nachteile, die sich aus den Empfehlungen ergeben könnten, wird nicht übernommen.

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