Infoservice Ackerbau Nr. 01/2021

Mit dieser Ausgabe eröffnen wir den diesjährigen Infoservice und informieren wieder in regelmäßigen Abständen über aktuelle produktionstechnische Themen

Aktuelles aus der Düngeverordnung- keine Ausbringung auf nicht aufnahmefähigen Böden

Gemäß § 5 Abs.1 der Düngeverordnung ist folgendes zu beachten: „Das Aufbringen von stickstoff-oder phosphathaltigen Düngemitteln, Bodenhilfsstoffen, Kultursubstraten und Pflanzenhilfsmitteln darf nicht erfolgen, wenn der Boden überschwemmt, wassergesättigt, gefroren oder schneebedeckt ist. Abweichend von Satz 1 dürfen Kalkdünger mit einem Gehalt von weniger als zwei vom Hundert Phosphat auf gefrorenen Boden aufgebracht werden, soweit ein Abschwemmen in oberirdische Gewässer oder auf benachbarte Flächen nicht zu besorgen ist.“
Das bedeutet: Alle organischen, mineralischen und organisch-mineralischen Düngemittel (inklusive Festmist, Komposte) dürfen auf gefrorenen Boden nicht ausgebracht werden. Es gibt lediglich eine Ausnahme und zwar für Kalkdünger mit weniger als 2% Phosphat.
Vor dem Aufbringen wesentlicher Nährstoffmengen an Stickstoff oder Phosphat ist der Düngebedarf der angebauten Kultur für jeden Schlag oder jede Bewirtschaftungseinheit zu ermitteln.

Aufzeichnung der Düngungsmaßnahmen (DüV § 10 Abs. 2 und 3)

Die Düngeverordnung ist am 01.05.2020 in Kraft getreten. Seit diesem Zeitpunkt hat der Betriebsinhaber spätestens 2 Tage nach jeder Düngungsmaßnahme die Bezeichnung und die Größe des Schlages bzw. der Bewirtschaftungseinheit, die Art und Menge des aufgebrachten Stoffes, die aufgebrachte Menge an Gesamtstickstoff und Phosphat, bei organischen und organisch-mineralischen Düngemitteln neben der Menge an Gesamtstickstoff auch die Menge an verfügbarem Stickstoff, aufzuzeichnen.
Welche Betriebe sind davon ausgenommen? Siehe Entscheidungsbäume (innerhalb bzw. außerhalb der Nitratgebiete) des LTZ unter: www.ltz-bw.de / Arbeitsfelder / Düngung

Spritzen TÜV Granulatstreugeräte u.a.

Ab dem Jahr 2021 unterliegen alle Geräte mit denen Pflanzenschutzmittel ausgebracht werden einer Prüfpflicht, hierzu gehören auch Schneckenkorn-/ bzw. Granulatstreuer. Nur zugelassene Geräte dürfen eingesetzt werden, diese müssen wie die Pflanzenschutzspritzen auch im Drei-Jahresrhythmus geprüft werden. Eine TÜV-geprüfte Feldspritze gehört generell zur Grundlage der guten fachlichen Praxis. Im Bedarfsfall, das Gerät bei einer Kontrollwerkstatt zur Überprüfung anmelden.

 

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