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Infoservice Ackerbau Nr. 08/2020

Datum: 20.05.2020

Mais


Die Unkrautbekämpfung in Mais dürfte mittlerweile in vielen Fällen abgeschlossen sein, Eventuelle Herbizidmaßnahmen kommen nur noch bei spät gesäten Flächen in Frage. Ansonsten gilt es auf Besatz mit schwer bekämpfbaren Ungräsern bzw. Wurzelunkräutern zu kontrollieren:

  •  Winden sind in diesem Jahr besonders stark aufgelaufen; sie lassen sich gut mit Arrat+ Dash oder MaisBanvel WG bekämpfen (Anwendung aber nur bei warmer Witterung sinnvoll und auch wirksam)
  • Gegen Disteln, Kartoffel- oder Topinambur- Durchwuchs kann z.B. Effigo eingesetzt werden
  • Lokal macht sich wieder das Erdmandelgras oder die Spitzklette breit. Gute Wirkungsgrade können hier mit Maister Power oder dem Onyx/ Simba Pack erzielt werden.
  • Auf einigen Standorten ist auch der gemeine Beifuß zu finden. Dieses strauchartige Unkraut liebt nährstoffreiche Lehm- oder Sandböden und kann mit Arrat und Dash, Laudis oder Peak in Schach gehalten werden

Der Mais zeigt stellenweise Frostschäden in Form von weißlich bis grau verfärbten Teilen der Blätter oder auch kompletten Blattverbrennungen. Insbesondere schon weit entwickelter Mais hat je nach Lage etwas abbekommen. Im Normalfall werden sich derart geschädigte Pflanzen wieder rasch regenerieren. Betroffene Bestände sind aufgrund der warmen Witterung teilweise auch bereits erholt, so dass in den meisten Fällen, falls noch erforderlich, Herbizidmaßnahmen erfolgen können.

frostgeschädigter Mais
Bildquellen: © Amt für Landwirtschaft Offenburg

Herbizidmaßnahmen in Sojabohnen


Die Unkrautbekämpfung ist auf vielen Flächen bereits erfolgt. Gegen breitblättrige Unkräuter können im Nachauflauf nur noch wenige Mittel eingesetzt werden. Eine Übersicht findet sich in nachstehender Tabelle. Die breiteste Wirkung zeigt das Mittel Clearfield Clentiga, welches ohne Sorteneinschränkung eingesetzt werden kann. Behandlungen sollten aber nicht bei hohen Temperaturen erfolgen.

Tabelle: Herbizide für den Nachauflauf in Sojabohnen

Spät gesäte Flächen nach wie vor auf Vogelschäden kontrollieren. Mit zunehmender Wuchshöhe der Soja dürfte dann auch der Taubenfraß abnehmen.


Wintergetreide


Erste Winterweizenbestände haben bereits verblüht, die derzeitige Witterung begünstigt Befall mit Braunrost. Auf einigen Flächen findet man auch Spätverunkrautung durch Winde oder Kamille. Behandlungen gegen Unkräuter sind in diesem Stadium nicht mehr möglich. Vielerorts haben sich Blattläuse, hier speziell die große Getreideblattlaus stärker entwickelt. Diese saugt an den Spelzen und der Spindel der grünen Ähren von Weizen. Die Schadensschwelle liegt zum Ende der Blüte bei 65 % besiedelter Ähren bzw. Fahnenblätter. Falls eine Ährenbehandlung geplant ist, kann bei stärkerem Blattlausbesatz oder erheblichem Schabefraß durch das Getreidehähnchen ein Insektizid zugemischt werden. Achten sie in diesem Fall auf die Bienengefährlichkeit der eingesetzten Präparate.

Schabefrass durch Larve des Getreidhähnchens
Bildquellen: © Amt für Landwirtschaft Offenburg

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