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Infoservice Ackerbau Nr. 09 vom 13.06.2019

Datum: 13.06.2019

Mais

Die Unkrautbekämpfung in Mais dürfte mittlerweile in den meisten Fällen abgeschlossen sein, lokal ist bereits Reihenschluss. Eventuelle Herbizidmaßnahmen kommen nur nur noch bei spät gesäten Flächen in Frage. Hier gilt es auf Besatz mit schwer bekämpfbaren Ungräsern bzw. Wurzelunkräutern zu kontrollieren:

Winden sind in diesem Jahr besonders stark aufgelaufen; sie lassen sich gut mit Arrat+ Dash oder MaisBanvel WG bekämpfen (Anwendung aber nur bei warmer Witterung sinnvoll und auch wirksam )Gegen Disteln oder Topinambur- Durchwuchs kann z. B. Effigo eingesetzt werden Lokal macht sich wieder das Erdmandelgras oder die Spitzklette breit. Gute Wirkungsgrade können hier mit Maister Power erzielt werden. Auf einigen Standorten ist auch der gemeine Beifuß zu finden. Dieses strauchartige Unkraut liebt nährstoffreiche Lehm- oder Sandböden und kann mit Arrat und Dash, Laudis oder Peak in Schach gehalten werden

Demnächst findet auch die erste Ausbringung von Trichogramma –Schlupfwespen statt.

Ab Anfang Juli startet dann das amtliche Pheromonfallenmonitoring zum Maiswurzelbohrer. Im

gesamten Kreisgebiet werden ca. 150 Fallen ausgehängt. Aufgrund der im letzten Jahr sehr stark

angestiegenen Käferzahlen wird die derzeit in der Rheinschiene geltende Fruchtfolgeregelung zur Eindämmung des Maiswurzelbohrers bis Ende 2022 verlängert. Entsprechende Allgemeinverfügungen der Landratsämter werden demnächst veröffentlicht.

Herbizidmaßnahmen in Sojabohnen

Überprüfen sie die Wirkung der eingesetzten Vorauflaufherbizide. Lokal sind Schäden durch Herbizideinwaschung zu sehen.Zu teil erholen sich schwach geschädigte Pflanzen wieder. Gegen breitblättrige Unkräuter können im Nachauflauf nur noch wenige Mittel eingesetzt werden. Eine Übersicht findet sich in nachstehender Tabelle. Neu zur Verfügung steht seit letztem Jahr das Mittel Clearfield Clentiga, welches ohne Sorteneinschränkung eingesetzt werden kann.

Tabelle : Herbizide für den Nachauflauf in Sojabohnen

Herbizid Wirkstoff Menge/ha Wirkung gegen Anwendungen/Bermerkungen
Clearfield Clentiga

+ Dash EC

Quinmerac



1,0 l

+ 1,0 l

Gänsefuß, Franzosenkraut, Knötericharten…

teilweise gegen Wurzelunkräuter

Im frühen
Nachauflauf
Harmony SX Thifensulfuron 2 x 7,5 g Amarant, Kamille-Arten… NA, nicht bei ungünstiger Witterung
Focus Ultra

+ Dash EC

Cycloxydim

Methyloleat

1,25 l

+ 1,25 l

Hirsen, Ungräser NA,
Quecke 2,5 l + 2,5 l /ha
Fusilade Max

Fluazifop-P

1,0 l Hirsen, Ungräser NA, Quecke 2,0 l /ha


Wintergetreide

Regelmäßige Niederschläge und moderate Temperaturen sorgen in diesem Jahr für bestens entwickelte Wintergetreidebestände. Sollte nicht noch unwetterbedingtes Lager entstehen sind sehr gute Erträge zu erwarten.

Der Winterweizen hat jetzt fast überall verblüht, häufig ist erster Befall mit Braunrost sichtbar. Auf einigen Flächen findet man auch Spätverunkrautung durch Winde oder Kamille. Behandlungen gegen Unkräuter sind in diesem Stadium nicht mehr möglich.

Stellenweise haben sich Blattläuse, hier speziell die große Getreideblattlaus stärker entwickelt. Sie saugt an den Spelzen und der Spindel der grünen Ähren von Weizen. Die Schadensschwelle liegt zum Ende der Blüte bei 65 % besiedelter Ähren bzw. Fahnenblätter. Behandlungen sind aktuell nicht notwendig zumal auch deren natürliche Gegenspieler, Marienkäfer, aktiv sind.


derzeit findet man Blattläuse am Getreide

Marienkäfer als natürlicher Gegenspieler

Feldrandhygiene

Jetzt sollten die Feldränder abgemulcht werden, um zu verhindern, dass Samen oder Ausläufer von schwer bekämpfbaren Ungräsern und Unkräutern in die Ackerfläche gelangen. Ein Beispiel hierfür ist der gemeine Beifuß, welcher sich vom Feldrand her mittlerweile in Mais- und auch Getreideflächen ausgebreitet hat. Vermehrt ist in den letzten Jahren auch die gemeine Klette an Feldrändern zu beobachten. Durch das Mulchen werden zudem Wirtspflanzen für diverse Pilzkrankheiten und Schädlinge zurückgedrängt.


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