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Infoservice Ackerbau Nr. 10 vom 08.07.2019

Datum: 08.07.2019

Mais

Die Maisbestände sind derzeit unterschiedlich weit entwickelt. Frühe Bestände sind bereits kurz vor dem Fahnenschieben. Durch die trockene Witterung und ausbleibende Niederschläge gerät der Mais zunehmend in Trockenstress, zu erkennen an eingerollten, spitzen Blättern.

Trotz des warmen Wetters waren bis jetzt sowohl in der Lichtfalle, als auch in der Pheromonfallen (beide Standorte Schwanau) so gut wie keine Maiszünslerfalter zu finden. Die zweite Ausbringung der Trichogramma- Schlupfwespen wurde nun auf Mitte dieser Woche terminiert.

(C) LRA Ortenaukreis, 2019

Mögliche Insektizide zur chemischen Maiszünslerbekämpfung wären z. B. Coragen oder Steward , für eine gute Benetzung sind mindestens 300 l/ha Wasser erforderlich. In zurückliegenden Jahren wurden insbesondere mit dem Präparat Coragen in Versuchen sehr gute Wirkungsgrade erzielt. Alle genannten Mittel sind nicht bienengefährlich, regenbeständig und wirken auch bei hohen Temperaturen. Die Pflanzenelastizität ist am besten bei hohen Temperaturen gegeben, die Spritzung daher früh morgens - oder spät abends durchführen.

Maiswurzelbohrer

Die Überwachung des Käferflugs mit Hilfe von Pheromonfallen ist Anfang Juli anlaufen. Im Ortenaukreis werden hierzu wieder rund 150 Fallen rasterförmig ausgehängt und wöchentlich kontrolliert. Bewirtschafter mit hohen Käferfängen werden nach Abschluss der Moitoringphase informiert.

Interessierten Landwirten, die sich selbst ein Bild über ihre Maiswurzelbohrersituation, z.B. in einem Gebiet mit starken letztjährigen Käferfängen machen wollen, bieten wir wie in den Vorjahren seitens des Amtes eine kostenlose Pheromonfalle, sowie Unterstützung bei der Handhabung bzw. Bestimmung des Käfers.

Bei Bedarf bitte melden (begrenztes Kontingent).

Sojabohnen

Auch Soja wäre momentan dankbar für ergiebige Niedeschläge. Die meisten Sojaflächen sind gut entwickelt und befinden sich im Stadium der Blüte. Vereinzelt wurde von Distelfalterschäden (zum Teil bekämpfungswürdig) berichtet. Kontrollieren sie diesbezüglich ihre Bestände. Nur bei starkem Befall kann zur Bekämpfung Karate Zeon mit 75ml / ha eingesetzt werden. Die Schadschwelle liegt bei ca. 20 Raupen je laufenden Meter oder ein bis zwei Befallsnester pro 100 m².

(C) LRA Ortenaukreis, 2019

Wintergetreide

Erste Wintergerstenbestände wurden bereits gedroschen. Winterweizen wird demnächst folgen insbesondere Flächen ohne Fungizidbehandlung zeigten zuletzt auch starken Braunrostbefall. Lokal wächst jetzt wieder die Winde nach oben. Bei sehr starkem Befall Stoppelbehandlung einplanen.

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