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Infoservice Ackerbau Nr. 11/2020

Datum: 24.07.2020

Feldränder

Jetzt sollten stark verunkrautete Feldränder abgemulcht werden, um zu verhindern, dass Samen oder Ausläufer von schwer bekämpfbaren Ungräsern und Unkräutern in die Ackerfläche gelangen. Beispiele hierfür sind der gemeine Beifuß sowie die gemeine Klette (siehe Bild), welche sich vom Feldrand her mittlerweile in Mais- und auch Getreideflächen ausgebreitet haben. Durch das Mulchen werden zudem Wirtspflanzen für diverse Pilzkrankheiten und Schädlinge zurückgedrängt.

Gemeine Klette am Feldrand

Gemeine Klette am Feldrand, Bildquelle: © Amt für Landwirtschaft Offenburg

Sojabohnen

Die Sojabestände befinden sich schon seit geraumer Zeit im Stadium der Blüte, vielfach wurden auch schon Schoten gebildet. Während dieser Entwicklungsphase sollte genügend Wasser zur Verfügung stehen, ansonsten muss mit geringerem Schotenansatz gerechnet werden. Vorteilhaft sind auch warme Temperaturen. Leider sind die Niederschläge in diesem Jahr recht unterschiedlich verteilt, sodass insbesondere auf leichten Standorten derzeit Trockenstress zu beobachten ist. Nur vereinzelt und in nicht bekämpfungswürdigem Umfang, wurden auch Distelfalter gesichtet.

Mais

Die meisten Bestände befinden sich aktuell in dem Entwicklungsstadium mit dem höchsten Wasserbedarf. Da aber auf den allermeisten Flächen im Unterbodenbereich kein Wasser mehr zu holen ist, muss auf ausgiebige Niederschläge gehofft werden. Die bisher relativ moderaten Temperaturen mildern den Trockenstress zwar (siehe Bild), eingerollte bzw. von unten her verdorrte Maisblätter sind dennoch auf manchen Standorten bereits zu sehen.

Trockenstress bei Mais

Trockenstress beim Mais, Bildquelle: © Amt für Landwirtschaft Offenburg

Maiswurzelbohrer –Fänge in der Ortenau bisher nur verhalten

Die Population des Maiswurzelbohrers hat sich in 2020 bis dato nicht weiter erhöht. Darauf deuten die bisherigen Fangzahlen der 125 kreisweit aufgestellten Pheromonfallen hin. Die weitere Entwicklung bleibt abzuwarten.

In weiten Teilen des Kreisgebiets gilt eine Fruchtfolgeauflage mit der Verpflichtung maximal 2 x Mais auf der gleichen Fläche anzubauen Diese Auflage wurde zwischenzeitlich bis Ende 2022 verlängert. Bitte denken sie daran bei der bevorstehenden Herbstaussaat.

Kontrollen zur Einhaltung der Fruchtfolgeauflage sind bereits angelaufen. Verstöße werden mit Bußgeldern geahndet.

Maisfeldtag findet nicht statt

Nach dem Getreidetag sagt das Amt für Landwirtschaft Corona bedingt nun auch den Versuchsfeldtag Mais (Termin ursprünglich 09.09.2020) auf dem Zentralen Versuchsfeld in Mahlberg-Orschweier ab. Die notwendigen Kontaktbeschränkungen können sowohl bei der Besichtigung der Kleinparzellen, als auch bei der Schlussbesprechung in der Feldscheune nicht eingehalten werden.

Interessierte können jedoch vor Ort, unter Beachtung der jeweils geltenden Abstands- und Hygieneregeln, einen Rundgang in Eigenregie über das Versuchsfeld machen. Diese Möglichkeit wurde bereits bei der Besichtigung der Getreideversuche gut angenommen. Der gedruckte Versuchsfeldführer wird hierzu direkt am Versuchsfeld in einer Infobox zur Verfügung stehen. Die Sortenversuche sind wie in den Vorjahren ausgeschildert. Wie üblich stehen die Berater des Landwirtschaftsamtes weiterhin bei Fragen jederzeit telefonisch (0781 805 71100) oder per Email (Landwirtschaftsamt@ortenaukreis.de) zur Verfügung.

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