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Infoservice Kernobst Nr. 24/ 2019

Datum: 07.06.2019

Witterung:
Für Freitag Spätnachmittag sind Schauer möglich, der Samstag bleibt tagsüber trocken, ab Pfingstmontag kann es nass werden. Die Temperaturen gehen von heute 27 °C auf 22 bis 25 °C zurück.

Schorf/Mehltau:
Neben Blattschorfbefall wird nun auch Fruchtschorf gefunden, besonders in Jonagold Anlagen aber auch bei Gala und Kanzi. Die Früchte sind immer noch schorfanfällig. Ab Pfingstmontag werden mehrtägig Nieder-schläge gemeldet, die zu längerer Blattnässedauer führen können. Wir empfehlen eine Vorlagebehandlung mit z.B. Malvin WG 0,6 kg* für alle Anlagen zum Wochenende durchzuführen. Beachten Sie auch die Hinweise aus dem letzten Warndienst.
Mehltaubehandlungen bei anfälligen Sorten im ca. 10 Tages Abstand bis zum Triebabschluss fortführen. Aus Rückstandsgründen sollte bei Herbstsorten ab Mitte Juni Topas 0,125 l* (max. 3x) zum Einsatz kommen mit letzter Anwendung 30 Tage vor Ernte.

Apfelwickler:
Die Falterfänge in den Pheromonfallen sind bisher deutlich höher als in den vorangegangenen Jahren. Zu-sammen mit den hohen Abendtemperaturen hat ab Ende letzter Woche eine stärkere Eiablage stattgefunden. Der Larvenschlupf hieraus findet über Pfingsten und nächste Woche statt. Für Anlagen mit einem zunehmen-den Befall in den letzten Jahren empfehlen wir den Zusatz von Granulosevirus Präparaten in ¼ der Aufwand-menge bei durchzuführenden Pflanzenschutzmaßnahmen (s. auch WD Nr. 23).

Blutlaus:
Wo 10 bis 14 Tage nach Behandlungen ein weiterer oder erneuter Blutlausbefall an Schnittstellen und in den Blattachseln der Neutriebe vorliegt, ist ggf. eine weitere Behandlung mit Movento SC 100 0,75 l*, max. 2,25 l/ha (B1, max. 2x, WZ 21 Tage) oder die Nebenwirkung von Pirimor Granulat 0,25 kg* (B4, max. 3x, WZ 21 Tage) einzuplanen. In den meisten Jahren setzt die Wirkung vorhandener Nützlinge erst ab Ende Juni ein. Bei Einsatz von Pirimor Granulat ist zu beachten: weiterer Wirkstoff, höhere Wassermenge empfohlen, keine Wir-kung auf Zitronenblattlaus, nach Praxisbeobachtung ist einfache, langsamere Fahrt besser als 2x gegenläufi-ges Fahren in der Fahrgasse mit höherer Geschwindigkeit).

Birnblattsauger:
Die Eiablage des Birnblattsaugers findet weiter in ausreichendem Umfang statt, ebenso der Larvenschlupf bei der Roten Austernförmigen Schildlaus. Wir erinnern an die Maßnahmen im letzten Warndienst. Ca. 10 - 14 Tage nach Behandlungen mit z.B. Vertimec Pro (max. 1x) oder Movento SC 100 (max. 2x) deren Wirksamkeit überprüfen (s.auch WD Nr. 23). Die Aufwanderung von Ohrwürmern ist in Birnenanlagen nun im Gange, die Wirkung auf Blattläuse bereits feststellbar.

Zulassungen und Genehmigungen
Zulassungen nach Artikel 53
ABC V14 (Granulosevirus Isolat V14) zur Bekämpfung von Apfelwickler bei Kernobst, vom 16.05. bis 12.9.19, nur in ökologisch wirtschaftenden Betrieben mit nachgewiesenen Resistenzproblemen. Behandlungen ab Lar-venschlupfbeginn, B4, Aufwandmenge 50 ml* in max. 400 l Wasser*, max. 2 m Kronenhöhe, max. 10x im Ab-stand von max. 8 sonnigen Tagen, WZ = F; Gewässerabstände NW642-1: 5 m in B-W.

Zulassungsverlängerungen:
Pyros (Pyrimethanil) bis zum 30.04.2021, Vorox F (Flumioxazin) bis zum 30.06.2021

Nächster Warndienst erscheint voraussichtlich in der kommenden Woche.

Die Angaben ersetzen nicht die Gebrauchsanleitung, insbesondere sind die Anwendungsbestimmungen zu beachten. Alle An-gaben entsprechen dem aktuellen Kenntnisstand der Verfasser. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit sowie eine Haftung für Irrtümer oder Nachteile, die sich aus den Empfehlungen ergeben könnten, wird nicht übernommen.

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