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Warndienst Stein- und Beerenobst Nr. 23/ 2019

Datum: 08.08.2019

Kirsche, Pfirsich, Johannisbeere, Stachelbeere: Maulbeerschildlaus
Die Eiablage unter den Schilden ist weit fortgeschritten. In frühen Lagen ist zum Wochenende mit dem Schlupf der Crawler zu rechnen, in allen anderen Lagen im Lauf der nächsten Woche. Für eine Behandlung mit Movento einen regenfreien Tag mit Temperaturen unter 30° C abwarten. Die Spritzbrühe soll langsam antrocknen, deshalb Behandlung bevorzugt abends oder an einem bewölkten Tag morgens durchführen.
Für eine gute Wirkung sind zwei Behandlungen im Abstand von 10-14 Tagen nötig.
Es werden zwei Behandlungen mit Movento empfohlen.
In Johannisbeeren und Stachelbeeren: Nach der Ernte 2x Movento SC 0,75 l (Art. 53 bis 12.10.19, max. 2x, nach der Ernte, WZ F, B1!). Movento OD ist nicht mehr zugelassen!
In Kirschen und Pfirsichen: 2x Movento SC 0,75 l* (Art. 53 bis 07.09.19, max. 2,25 l/ ha und Anwendung, max. 2x, WZ 21 Tage!, B1!). Anwendung bei Pfirsich nach der Ernte, bei Spätsorten Wartezeit von 21 Tagen beachten oder ebenfalls Anwendung erst nach der Ernte.

Zwetschge, Mirabelle: Fruchtmonilia
Die wechselhafte Witterung begünstigt Infektionen. Es werden je nach Reifegruppe eine oder zwei Behandlungen vor der Ernte mit Luna Experience 0,2 l* oder Signum 0,25 kg*, beide mit Wartezeit 7 Tage empfohlen.
Pflaumenwickler: In Spätsorten mit Ernte ab 07. September sollte umgehend die zweite Behandlung mit Insegar 0,2 kg* (Art. 53, max. 2x, max. 0,6 kg/ ha, Wartezeit 28 Tage, B1!) erfolgen. Blühenden Unterwuchs vor der Anwendung mulchen. Kann die Wartezeit von 28 Tage nicht mehr eingehalten werden, ist bei Einsatz von Exirel 0,375 l* (max. 0,75 l/ ha pro Anwendung, max. 2x, Wartezeit 7 Tage, B1!) gegen die Kirschessigfliege die Nebenwirkung auf Pflaumenwickler nutzbar.
Pflaumenrost: In bereits abgeernteten Sorten ist noch eine Behandlung mit z.B. Systhane 20 EW 0,225 l* oder Restmengen Dithane Neotec 1 kg* (Aufbrauchfrist 30.09.2019) einzu-planen. Die Nebenwirkung der Fruchtmoniliafungizide auf Rost bei noch zu beerntenden Sorten ist gegeben.
Kirschessigfliege: Bei marktreifer Ware ist bisher kein Befall aufgetreten. Sorten, die für Brennerei lange am Baum reifen sollen, sind die Früchte ab sofort auf Eiablage zu kontrollieren. Werden erste Eier gefunden, ist eine Bekämpfung mit z.B. Spintor 0,15 l* (Art. 53, max. 2x, max. 0,3 l/ ha pro Anwendung, Wartezeit 5 Tage, B1!) oder Karate Zeon 75 ml/ ha (Art. 53, max. 2x, Wartezeit 7 Tage, B1!)

Walnuss: Walnussfruchtfliege
Der Flug der Walnussfruchtfliege hält an. Behandlungen mit Mospilan SG 0,125 kg* (WZ 28 Tage) oder Calypso 0,25 kg/ ha (WZ 14 Tage) im14-tägigen Abstand fortführen.

Himbeeren, Brombeeren, Heidelbeeren: Kirschessigfliege
Der Befallsdruck ist unverändert mittel bis hoch in den Anlagen vorhanden. Durch enge Pflückabstände und regelmäßigen Insektizideinsatz kann stabile Ware geerntet werden. Vorbeugende und insektizide Maßnahmen sind wie im Extra-Fax Nr. 20 vom 09.07.19 beschrieben konsequent fortzuführen.
Wichtiger Hinweis: Spintor ist in der Kultur Erdbeere nur im Gewächshaus, nicht aber im Freiland zur Bekämpfung der Kirschessigfliege zugelassen.

Die Angaben ersetzen nicht die Gebrauchsanleitung, insbesondere sind die Anwendungsbestimmungen zu beachten. Alle Angaben entsprechen dem aktuellen Kenntnisstand der Verfasser. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit sowie eine Haftung für Irrtümer oder Nachteile, die sich aus den Empfehlungen ergeben könnten, wird nicht übernommen.

Der nächste Warndienst erscheint bei Bedarf, spätestens in 14 Tagen.

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