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Warndienst Stein- und Beerenobst Nr. 31/ 2020

Datum: 29.10.2020



Witterung und Vegetation

Die unbeständige Witterung setzt sich in den nächsten Tagen fort. Am Samstag und Montag bleibt es voraussichtlich trocken. Die Temperaturen sind für die Jahreszeit mild. Bei Steinobst hat der Blattfall bereits eingesetzt, bei Strauchbeeren verlieren v.a. Johannisbeeren und Stachelbeeren die ersten Blätter.

Steinobst: Holz- und Rindenkrankheiten (Valsa, Pseudomonas)

Wir empfehlen zum Blattfall eine Behandlung mit Cuprozin progress 1,4 l*. Dabei die maximal zulässige Rein-Kupferausbringmenge von 3 kg pro ha und Jahr beachten: dies entspricht z.B. 12 l Cuprozin progress bzw. 8,5 kg Funguran progress.

Vorbeugende Maßnahmen: Es wird daran erinnert, vor den ersten Winterfrösten in Neu- und Junganlagen die Stämme zu weißeln. Bewährt hat sich ProAgro-Baumweiß mit gleichzeitigem Wildverbissschutz.

Streuobst-Hochstämme: Leimringe gegen Frostspanner: Wenn noch nicht erfolgt, umgehend die Leimringe gegen die aufwandernden Frostspannerweibchen anbringen.

Mirabelle, Pfirsich: Schrotschusskrankheit

Hier kommt es während des Blattfalls häufig zu Infektionen über die frischen Blattnarben. Es ist die Nebenwirkung einer Behandlung mit Cuprozin progress 1,4 l* zum Blattfall auszunutzen.

Johannisbeere, Stachelbeere: Rotpustelkrankheit

Die aktuelle unbeständige Witterung begünstigt Infektionen. Beim anstehenden Winterschnitt dürre Triebe und Triebe mit Sporenlagern abschneiden und aus der Anlage entfernen oder verbrennen.

Schnitt nur bei trockenem Wetter durchführen. Zum Schutz vor Infektionen über die Schnittwunden kann direkt im Anschluss an die Schnittmaßnahme eine Behandlung mit Cuprozin progress 4 l (Indikation Blattfallkrankheit, Nebenwirkung auf Rotpustel) erfolgen.

Himbeere, Brombeere: Ruten- bzw. Rankenkrankheiten

Zum Blattfall wird eine Behandlung mit Cuprozin progress 4 l oder Malvin WG 1,8 kg empfohlen.

Stein- und Beerenobst: Mäusebekämpfung

Der Mäusedruck ist in einzelnen Anlagen hoch. Mit Eintritt der Vegetationsruhe steigt der Schaddruck auf die Obstkulturen. Vorbeugende und direkte Maßnahmen wie in WD Nr. 30 vom 30.09.20 beschrieben durchführen.

Die Angaben ersetzen nicht die Gebrauchsanleitung, insbesondere sind die Anwendungsbestimmungen zu beachten. Alle Angaben entsprechen dem aktuellen Kenntnisstand der Verfasser. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit sowie eine Haftung für Irrtümer oder Nachteile, die sich aus den Empfehlungen ergeben könnten, wird nicht übernommen.

Die nächste Durchsage erfolgt bei Bedarf.

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