Service-Navigation

Suchfunktion

Warndienst Stein- und Beerrenobst Nr. 25/ 2020

Datum: 15.07.2020

Besichtigung Zwetschgensorte „Franzi“, Donnerstag, 16.07.2020 um 17:00 Uhr:
Die OGM-Anbauberatung lädt ein in die Zwetschgenversuchsanlage des OGM Obstgroßmarkt Mittel-baden in Fautenbach zur Besichtigung der Zwetschgensorte ´Franzi´.

Aufgrund der Corona-Verordnung des Landes Baden-Württemberg geht die Teilnahme nur mit vorheriger Anmeldung. Die Anmeldung muss bis Donnerstag, 16.07.2020, 12.00 Uhr erfolgen bei:

OGM Obstgroßmarkt Mittelbaden eG: Tel. 07802/929710; Mail: Info@ogm-oberkirch.de

Bei der Veranstaltung ist Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen. Es werden die Kontaktdaten der Teilnehmer erhoben.

Programm
• Sortensichtung Zwetschgensorte ´Franzi'
• Vergleich Tellerkrone – Spindel (Franzi, Cacak‘s Schöne u.a.)

Wegbeschilderung:
a) Zufahrt über Mösbach: Landwirtschaftsweg links gegenüber Friedhof Mösbach – nach ca. 500m Abzweigung (Sitzbank) rechts, nach ca. 1.000 m (Nussbaum) nochmals rechts, dann geradeaus weiter bis oberhalb des Rückhaltebeckens.
b) in Fautenbach: Talstraße bis Ende durchfahren, vor dem Rückhaltebecken rechts

Kirschessigfliege (KEF) in Brombeere, Heidelbeere, Johannisbeere
Der Druck durch KEF ist weiterhin hoch. Auch Johannisbeere ist betroffen. Dringend eigene Kontrol-len mit der Lupe auf Eiablage durchführen.
Ein intensives Anlagenmanagement ist für die Produktion von stabiler Ware nötig. Es gelten die Hin-weise von WD 23 und 24. Die Bestände sind in kurzen Abständen zu beernten, bei Brombeeren sollten Ernteintervalle von 3 Tagen, bei Heidelbeeren von 4-5 Tagen eingehalten werden.
Es wird eine Behandlung im Abstand von 5-7 Tagen bzw. nach Niederschlag empfohlen, um die Flie-genpopulation im Bestand gering zu halten. Dabei Anzahl Wirkstoffe auf dem Erntegut berücksichti-gen. Mittelwahl:
Spintor 0,2 l (max. 2x, B1, bienengefährlich, WZ 3) in Brombeere, Heidelbeere, Johannisbeere.
Exirel 0,75 l (max. 2x, B1 bienengefährlich, WZ 3) in Heidelbeere, Johannisbeere.
Karate Zeon 37,5 ml (max. 2x, WZ 3, in Mischung mit Azolfungiziden B2, nach dem täglichen Bienen-flug, Einsatz nur bei Temperaturen unter 25°C, Vorsicht: spinnmilbenfördernd.) in Brombeere und Himbeere.

In Anlagen mit hohem Befallsdruck, v.a. bei Brombeere, ist zwischen zwei Sprühanwendungen eine Insektizid-Köderbehandlung (z.B. combiprotec + Spintor) ratsam (Hinweise siehe WD 24).

Bei Zwetschgen/ Mirabellen ist bisher kein Befall durch KEF festgestellt worden. Es werden aktuell keine Behandlungen empfohlen. Für weitere Entwicklung und Vorgehensweise auf Hinweise in den nächsten Warndiensten achten.

Himbeere Rutenkrankheiten
Nach der Ernte sind die Altruten bodeneben auszuschneiden und zu dicke Jungruten zu entfernen. Im Anschluss sollte eine Behandlung mit z.B. Score 0,4 l oder Flint 0,2 kg mit gleichzeitiger Wirkung auf Himbeerrost erfolgen.

Remontierende Erdbeeren: Thripse
Mit der Abreife des Getreides kann es zu einem erhöhten Einflug von Thripsen in die Remontierenden Erdbeerflächen kommen. Bei Befall wird eine Behandlung mit Mavrik Vita (0,2 l, 2x, B2, WZ 7) oder Karate Zeon (75 ml, 2x, B2, WZ 3) empfohlen.
Der Zusatz des Netzmittels Break Thru 0,04 % (auf tatsächliche Wassermenge) ist möglich. Beide Mittel abends behandeln bei Temperaturen unter 25° C. Keine Mischung mit Ortiva. Die Mischung mit Azolfungiziden wie z.B. Topas oder Systhane wird als B2 eingestuft und darf nur abends nach dem täglichen Bienenflug bis 23:00 Uhr erfolgen.

Pflaume, Zwetschge, Mirabelle: Pflaumenwickler und Fruchtmonilia
Der Flug der zweiten Generation ist stark. Aufgrund der sehr raschen Abreife sollte die Insegarbehand-lung in Spätsorten bereits bis Ende nächster Woche erfolgen, mittelspäte Sorten entsprechend früher (Insegar 0,2 kg, B1!, WZ 28 Tage, max. 2x, Art. 53). Wo die Wartezeit von Insegar nicht mehr einge-halten werden kann, ist alternativ die Nebenwirkung von Exirel 0,375 l* (max. 0,75 l/ ha, max. 2x, B1, bienengefährlich, WZ 7) auf Pflaumenwickler auszunutzen. Blühender Unterwuchs (Weißklee!) ist vor dem Einsatz beider Insektizide zu mulchen.
Fruchtmonilia: Es wird an die Fungizid-Behandlungen ab beginnender Blaufärbung mit z.B. Signum 0,25 kg* oder Luna Expirience 0,2 l*, beide Mittel mit 7 Tagen Wartezeit, erinnert. In anfälligen Sorten ist eine zweite Behandlung ratsam.

Walnuss: Walnussfruchtfliege
Der Flug ist im Gange. Ab dieser Woche sind Behandlungen einzuplanen. Zugelassene Mittel: Mospi-lan SG 0,125 kg* (max. 2x, max. 0,375 kg/ ha, WZ 28 Tage) oder Calypso 0,08 l* (max. 2x, max. 0,25 l/ ha, WZ 14 Tage). Ergänzend sind Anwendungen im Köderverfahren (Insektizid + combi protec) möglich.

Das nächste Fax erscheint voraussichtlich nächste Woche.

Die Angaben ersetzen nicht die Gebrauchsanleitung, insbesondere sind die Anwendungsbestimmungen zu beachten. Alle Angaben entspre-chen dem aktuellen Kenntnisstand der Verfasser. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit sowie eine Haftung für Irrtümer oder Nachteile, die sich aus den Empfehlungen ergeben könnten, wird nicht übernommen.

Fußleiste